SOS
AMAZONIA

Die Wälder des Amazonas stehen in Flammen. Die Schweiz trägt ihren Teil dazu bei. Ändern wir das.
#actforclimate

 
 
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Wir müssen handeln.

Der Amazonas brennt. Über 93’000 Brände wurden dieses Jahr per 2. September 2019 in Brasilien gezählt – davon über 48’000 im Amazonasbecken. Dies sind deutlich mehr als in den letzten Jahren – im Juli betrug die Zunahme gegenüber 2018 84%. Die meisten dieser Feuer wurden absichtlich gelegt, um Weideland oder Ackerfläche zu gewinnen. Indigene Völker verlieren dadurch auf tragische Art und Weise ihre Lebensgrundlagen, da sie auf eine intaktes Waldökosystem angewiesen sind. Wissenschaftler warnen vor dramatischen Folgen: Wenn weitere 20% der Waldfläche verloren gehen, könnte dies eine irreversible Kettenreaktion auslösen. So würde der Wasserhaushalt des Amazonas zusammenbrechen und innert kürzester Zeit könnte das Amazonasbecken zur Savanne verkommen. Diese Tatsachen erfordern ein sofortiges und stringentes Handeln welches jegliche weitere (Brand-)Rodungen unterbindet und so die Vertreibung indigener Völker sowie die Zerstörung des zentralen Ökosystems stoppt.

WIR FORDERN

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den Bundesrat und das Schweizer Parlament dazu auf:

 
 
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Der Import von Futtermitteln sowie Fleisch, deren Produktion zu Abholzung, Umweltzerstörung oder Menschenrechtsverletzungen führen, ist zu verbieten.

 
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Artikel 104a der Bundesverfassung verlangt unter anderem grenzüberschreitende Handelsbeziehungen, die zur «nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft» beitragen. Artikel 104a der Bundesverfassung ist umzusetzen, es sind klare Mindeststandards für ökologische und sozial nachhaltige Handelsbeziehungen festzulegen.

 
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Die Abhängigkeit der Schweizer Landwirtschaft von importiertem Futtermitteln ist rasch zu reduzieren. Mittelfristig soll sich die Landwirtschaft den Gegebenheiten des Standortes Schweiz anpassen und ohne Importe von Futtermitteln auskommen.

 

VERANTWORTUNG
TRAGEN

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Was ist die Rolle der Schweiz?

Die Schweiz importiert grosse Mengen an Soja aus Brasilien. Nein, dies nicht zur Produktion von Sojamilch und Tofu, sondern als Tierfutter. 2017 waren es ganze 290’000 Tonnen. Daneben importieren wir noch Mais, Weizen und andere Futtermittel, in der Summe sind es über 1.2 Mio Tonnen pro Jahr. Um diese anzubauen, belegen wir in anderen Ländern nochmals die gleiche Ackerfläche, die in der Schweiz zur Verfügung steht. Fläche, die in diesen Ländern nicht mehr für die Biodiversität oder den Anbau von Lebensmittel für die einheimische Bevölkerung zur Verfügung steht.

Weiter spielt die Schweiz gross im globalen Rohstoffhandel mit. So wird 43% des gesamten Welthandels von Getreide über Schweizer Konzerne getätigt. Die von Schweizer Unternehmen gehandelten Erzeugnisse sind so für rund 20-mal so viel Emissionen verantwortlich als der gesamte Konsum der Schweiz. Wir haben somit eine grosse Verantwortung und einen enormen Einfluss auf die vorherrschende Zerstörung der Umwelt in Brasilien und anderen Ländern weltweit.

 

Was muss die Politik tun?

 

Die Schweiz ist eine Drehscheibe im internationalen Rohstoffhandel. Dadurch hat die Schweizer Politik global einen grossen Einfluss. Umweltschädliche und menschenverachtende Praktiken dürfen nicht legal sein und müssen verhindert werden. Wir fordern einen sofortigen Stopp des Importes von Futtermitteln aus Ländern, in welchen Primärwälder gerodet werden sowie Umwelt- und Menschenrechte nicht eingehalten werden. Zudem fordern wir die Schweizer Regierung dazu auf, das Freihandelsabkommen Mercosur nicht zu unterzeichnen, solange die Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechten nicht gewährleistet ist.

Wir fordern zudem einen Umbau der Schweizer Landwirtschaft gemäss unserer Vision  «Landwirtschaft mit Zukunft». Die intensive tierische Produktion – welche nur dank den importierten Futtermitteln möglich ist – muss abgeschafft werden und die Landwirtschaft muss wieder mit den einheimischen Ressourcen produzieren.

 

Was muss die Ernährungswirtschaft tun?

Wir fordern die Lebensmittelwirtschaft, den Handel sowie die Gastronomie auf, keine tierischen Produkte aus Ländern einzuführen, zu verarbeiten und zu verkaufen, welche Umwelt- und Menschenrechte nicht einhalten. Sie sollen sich stringent für eine Reduktion der Futtermittelimporte einsetzen. Die Ausbeutung von indigenen Völkern muss sofort gestoppt werden. Weiter sollen keine tierische Produkte aus Ländern, bzw. Regionen, in welchen Primärwälder gerodet werden importiert, verarbeitet oder in den Verkauf gebracht werden. Rohstoffe, Produkte und Verfahren, welche mit importiertem Futtermittel in Verbindung stehen oder daraus entstehen müssen in jedem Fall deklariert werden. 

 

Was kannst du tun?

Es ist wichtig, unseren eigenen Konsum anzupassen. Entscheidend ist aber, dass eine umweltschädliche und menschenverachtende Produktion erst gar nicht möglich ist. Wir müssen die Rahmenbedingungen verändern. Unterschreibe die Petition zum sofortigen Stopp des Importes von Futtermitteln aus Ländern, in welchen Primärwälder gerodet sowie Umwelt- und Menschenrechte nicht eingehalten werden. Werde aktiv in der Bewegung Landwirtschaft mit Zukunft. Setzten wir uns zusammen für einen gesellschaftlichen Wandel ein.